Reiseverlauf
1. Tag, So: Anreise in das Boí-Tal
Am Nachmittag brechen wir am Flughafen Barcelona auf und nehmen unsere Fahrt nach Boí am Eingang zum Aigüestortes-Nationalpark vor.
2. Tag, Mo: Grünes Nicolau-Tal und Wasserfälle
Durch schattigen Tannen- und Buxbaumwald gehen wir durch das berühmte Nicolautal, bis wir am malerischen Bergsee Llebreta angelangen. Am Ufer entlang gehen wir weiter und nach einem kurzen Aufstieg schon hören wir das gewaltige Rauschen mehrerer Wasserfälle. Auf einer eigens dafür errichteten Wasserfall-Aussichtsplattform genießen wir den malerischen Ausblick, bevor es wieder talabwärts geht (290 Hm, 4 h).
3. Tag, Di: Der schwarze See
Kurzer Transfer zum Parkplatz unterhalb des Cavallers-See. Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir schon den großen Stausee des Cavallers. An seinem Ufer entlang gehend, gelangen wir zu einer wunderschönen Weiden- und Wiesenlandschaft. Über Serpentinen geht es durch eine markante Granitlandschaft und vorbei an zahlreichen Wasserfällen zu einem ersten Hochplateau mit einem phantastischen Panoramablick hinab auf den Cavallers-See. Am nächsten Hochplateau erwartet uns ein beinahe mystischer Anblick: Das klare Wasser des Estany Negre wirkt (durch die Untergrundbeschaffenheit), als wäre es schwarz! Etwas oberhalb des schwarzen Sees besteht die Möglichkeit zur Stärkung in einer bewirteten Hütte (440 Hm, 4,5 h).
4. Tag, Mi: Weltkulturerbe Boí-Kirchen
Auf unserer heutigen Wanderung erkunden wir das Boí-Tal und besichtigen vier seiner sehr gut erhaltenen romanischen Kirchen (11. - 12. Jh.). Wir beginnen den Tag mit einem Besuch des Nationalpark-Museums inkl. Multivisions-Schau. Unser Standort Boí selbst beherbergt die schöne Kirche St. Joan aus dem 11. Jh. Über einen alten Verbindungsweg steigen wir auf nach Taüll mit seinen Kirchen Sant Maria und Sant Climent. Letztere gilt als die besterhaltene und schönste romanische Kirche Nordspaniens! Über einen alten Saumpfad gelangen wir schließlich zum letzten und höchstgelegenen Ort des Tales, Sant Quirc de Taüll (1.550 m). Unweit der örtlichen Kirche besteht die Möglichkeit, auf einem Rastplatz im Pinienwäldchen und mit eigener Quelle zu pausieren und den tollen Blick in das Boí-Tal zu genießen (320 Hm, 3,5 h).
5. Tag, Do: Abgeschiedenes Seitental
Heute nehmen wir eine etwas längere Anfahrt (ca. 40 min.) in Kauf, um das wunderschöne Nachbartal des Besiberri zu erkunden. Vorbei an Kaskaden und bis zu 600 Jahre alten Tannenbäumen geht es durch die alpine Landschaft zum abgeschieden gelegenen Hochgebirgssee des Estany Besiberri. Mit kleinem Sandstrand ausgestattet, bietet sich uns vom See aus ein toller Blick auf das Massiv des Comaloforno-Gletschers (3.029 m). Auf unserem Rückweg besteht die Möglichkeit an einer neu eröffneten Hochgebirgshütte zu rasten (500 Hm, 4 h).
6. Tag, Fr: Tief im Nationalpark
Heute nehmen wir ein Jeep-Sammeltaxi, um bis zum Ende des Nicolautals zu fahren. Von hier geht es auf sanft ansteigender Piste durch das atemberaubend schöne Hochgebirgstal bis zum Hochsee Estany Long. Über den kleinen, tiefblauen See des Redo wandern wir über eine Hochmoorlandschaft bis zu einer historischen Pass-„Straße“, um schließlich zum eigentlichen Pass, dem Collado de Portarro zu gelangen. Von hier oben bietet sich ein phantastisches Panorama mit Blick auf das Wahrzeichen des Nationalparks; der Doppelgipfel Els Encantats, zu Deutsch „Die Bezaubernden“ (600 Hm, 6 h).
7. Tag, Sa: Standortwechsel & Kontrastwanderung
Nach dem Frühstück fahren wir zu unserem zweiten Standort, nach Cerler im Naturpark Posets-Maladeta. Kurz vor dem Eingang zum Naturpark Posets machen wir Halt, um eine abwechslungsreiche Wanderung vorzunehmen. Die Landschaft ist hier im Gegensatz zum Naturpark Posets und dem Aigüestortes (wo Granit dominiert) von spektakulären Kalkstein-Canyons geprägt. Durch wunderschöne Mischwälder geht es aufwärts. Am Wegesrand blühen Nelken und Türkenbund und der Duft von Thymian und Lavendel begleitet uns. Unser Ziel ist der Ventamilo-Canyon mit seinen dramatisch abfallenden Steilwänden (300 Hm, 3,5 Std.).
8. Tag, So: Auf alten Schmugglerpfaden
Auf der heutigen Wanderung haben wir einen traumhaft schönen Panorama-Blick auf den Maladeta-Gletscher. Unser Weg führt uns über einen alten Schmugglerpfad auf den Pass (2.445 m), welcher auch die Grenze zu Frankreich markiert. Von hier aus haben wir einen unbeschreiblichen Blick auf das gegenüber liegende gesamte Maladeta-Massiv, mit seinen sich tief in das Tal neigenden Gletscherzungen. Zur anderen Seite blicken wir weit nach Franreich hinein und auf einen Hochgebirgssee unmittelbar unter uns (550 Hm, -700 Hm, ca. 3,5 h).
9. Tag, Mo: Ruhetag
Am heutigen Ruhetag haben Sie die Möglichkeit, sich auszuruhen und einen gemütlichen Tag in Cerler zu verbringen oder in Eigenregie eine einfache Wanderung durchzuführen. Wir geben Ihnen eine Wanderbeschreibung für eine einfache Rundwanderung ab unserem Hotel in die Hand. Die Wanderung führt Sie hinunter in den Hauptort des Tales, nach Benasque und weiter über idyllische Weiden und eine kleine Herrenhaus-Siedlung wieder hoch nach Cerler (420 Hm, ca. 3 h).
10. Tag, Di: Das grüne Tal von Estos
Heute wandern wir durch das lang gestreckte, grüne Tal von Estos. Auf den Pyrenäen-Hochweg GR 11 gehen wir den sanft, aber stetig steigenden Pfad zur bewirteten Estos-Hütte, begleitet vom plätschernden Rio. Zu unserer Linken erhebt sich das Posets-Massiv mit seiner vergletscherten Nordwand, zur Rechten türmen sich die wie an einer Perlenketten aneinander gereihten Gipfel der 3.000er, welche die Grenze zu Frankreich markieren. Auf der Terrasse der Hütte (1.860 m) haben wir phantastische Ausblicke auf die höchsten Berge der Pyrenäen. Wir wechseln die Talseite und kommen zu einem kleinen verträumten Gebirgssee. Ein Waldpfad bringt uns zurück ins Tal (+400 Hm, -720 Hm ca. 4,5 h).
11. Tag, Mi: Am Fuße des Aneto
Vom Parkplatz am Eingang des Naturparks Maladeta machen wir einen kurzen Aufstieg zur Renclusa-Hütte, von wo aus die Expeditionen auf den Aneto starten. Wir aber gehen unterhalb der beeindruckenden Gletscherzunge und parallel zum Hang bis zu einer wunderschönen Hochgebirgsebene, die von einer Vielzahl von mäandernden Schmelzwasser-Bächen durchzogen wird. Unser Ziel ist ein tiefblauer Hochgebirgssee, der in der Mulde eines Passes liegt. Das Pfeifen der Murmeltiere kündigt unser Kommen an. Von hier aus genießen wir wunderschöne Fernblicke in das benachbarte Tal der katalanischen Pyrenäen. Auf unserem Rückweg passieren wir ein Naturphänomen: In einem Erdloch versickert ein Gebirgsbach, welcher im 8 km entfernten Nachbartal erst wieder an das Tageslicht stößt (+570 Hm, -740 Hm, ca. 5,5 h).
12. Tag, Do: Hinein in den Naturpark Posets
Unser heutiger Startpunkt ist der rund 60 m hohe Wasserfall Espigantosa. Wir wandern durch die Eriste-Schlucht und dringen tief in den Naturpark Posets vor. Durch dichten Wald steigen wir auf zu einer ersten Hochebene. Schmetterlinge aller Couleur kreuzen unseren Weg. Über einen letzten kleinen Anstieg erreichen wir schließlich die Berghütte Angel Orús (2.100 m). Um uns herum türmen sich rund fünfzehn (!) 3.000er auf, darunter das markante Massiv des Posets (+ 560 Hm, -1000 Hm, ca. 4,5 h).
13. Tag, Fr: Abreise nach Barcelona
Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Wir kehren zurück nach Barcelona.
Möglichkeiten des Anschluss-Aufenthaltes
Ein City-Break in Barcelona über das Wochenende bietet sich geradezu an und kann problemlos an Ihre Wanderreise angeschlossen werden. Wer einen Badeurlaub anhängen möchte, dem empfehlen wir das alte Fischerdorf Sitges an der Costa Dorada, nur 30 km südlich des Flughafens Barcelona (Preise auf Anfrage).
Ihre Unterkünfte
Unser Hotel am Aigüestortes-Nationalpark liegt in der Ortschaft Boí. Das Hotel wird familiär geführt und man bemüht sich sehr um das Wohl der Kunden. Die Zimmer bieten eine gelungene Mischung aus moderner Einrichtung in Kombination mit rustikalen Elementen im typischen Berg-Stil. Alle Zimmer verfügen über Vollbad und Fernsehen. Morgens stehen uns ein Büffet und abends ein 3-Gänge-Menü mit drei Auswahlessen zur Verfügung.
Im Naturpark Posets-Maladeta wohnen wir in Cerler, der höchsten Ortschaft der aragonesischen Pyrenäen (1.560 m). Unser Hotel liegt am Rande des liebevoll restaurierten Dorfkerns. Alle Zimmer sind sehr stilvoll und mit Charme eingerichtet. Das Essen und der Service sind durchweg gut.
Anforderungsprofil
Hochgebirgswanderungen, die in einer Höhe von 1.100 m bis maximal 2.450 m abgehalten werden. Die angegebenen Wanderzeiten verstehen sich als Netto-Gehzeiten ohne Pausen. Im Mittel gehen wir täglich 450 bis 600 Höhenmeter im Aufstieg mit einer durchschnittlichen Gehzeit von 4 - 6 Stunden. Technische Schwierigkeiten, Klettersteige und Gewaltmärsche sind tabu. Trittsicherheit, eine stabile Gesundheit und gute Grundkondition werden vorausgesetzt.
Vorgesehener Wanderführer
Stephan Isenmann
Eigene Anreise
Für Kunden, die mit dem PKW anreisen wollen, halten wir „Eigene-Anreise-Plätze“ bereit. Diese Plätze sind wochenweise buchbar. Sie reisen selbständig mit dem eigenen PKW oder Mietwagen an und nehmen auch die (meist kurzen) Transfers vor Ort selbst vor.

